Was für ein Auftakt in der heimischen Hermann-Wolf-Halle! Am Sonntagnachmittag starteten unsere D-Jugend-Mädels gegen die SG Dornstetten in die neue Saison. Dass die Mannschaft bereit für die Runde war, deutete sich bereits unter der Woche an. In einem Testspiel am Donnerstag gegen die SG Aidlingen/Ehningen, das vorwiegend aus dem älteren 2014er-Jahrgang bestand, zeigten die Mädels eine richtig starke Leistung und holten sich trotz Niederlage genau die nötige Motivation für den ersten Spieltag.
Mit diesem Schwung legte unser Kader, der fast komplett aus dem jüngeren 2015er-Jahrgang besteht und von einer erfahrenen 2014erin unterstützt wird, von der ersten Minute an los. Konsequent wurde in der Abwehr die vom Bezirk geforderte offensive Abwehrformation umgesetzt, in dem die gegnerischen Spielerinnen schon kurz nach Überschreiten der Mittellinie unter Druck gesetzt wurden. Daraus resultierten dann viele Ballgewinne, die - nachdem schnell umgeschaltet wurde - oft in Tore umgemünzt werden konnten.
Bemerkenswerteste Phase des Spiels war sicherlich zwischen der 5. Spielminunte und der 23. Spielminute. Halbzeitübergreifend ließen unsere AmmerGäu-Mädels in dieser Phase des Spiels kein Tor zu, wohingegen selbst der Torzähler von 6:2 auf 26:2 geschraubt werden konnte. Diese 20-Tore-Lauf war der buchalterische Beleg dafür, dass unsere Mädels keinen Zweifel aufkommen lassen wollten, wer am Ende des Spiels als Sieger die Halle verlassen würde. Die Messe war gelesen und somit die Möglichkeit eröffnet zu testen, Spielerinnen auf unterschiedlichsten Positionen spielen zu lassen. Zugegebenermaßen ging so etwas der Spielfluss auf unserer Seite verloren und die Gegnerinnen kammen noch zum ein oder anderen Tor. Am Ergegnis an sich sollte es aber nicht viel ändern. Kompliment an unsere Gäste aus Dornstetten, die sich zu keinem Zeitpunkt im Spiel aufgaben oder gar unfair auftraten.
Am Ende leuchtete ein 41:8-Erfolg auf der Anzeigetafel. Was jedoch am meisten begeistert hat, war jedoch nicht das reine Ergebnis, sondern die Art und Weise, wie das Team aufgetreten ist: Die Mädels haben als echtes Kollektiv funktioniert. In der Abwehr wurde füreinander gearbeitet – wurde eine Spielerin überspielt, half sofort die nächste aus und schloss die Lücke. Im Angriff verließen wir uns nicht nur auf Einzelaktionen, sondern spielten auch zur freien Mitspielerin die dann den Abschluss suchte. Das schönste Zeugnis dieser echten Teamleistung ist ein Blick auf den Spielbericht: Eine große Anzahl Feldspielerinnen die sich in die Torschützenliste eintragen konnten und keine Strafen oder Verwarnungen. Jede hat der anderen den Abschluss gegönnt, und der Jubel von der Bank war bei jedem Treffer riesig.
Ein großes Dankeschön an alle Zuschauer auf der Tribüne, die uns beim Saisonauftakt so toll angefeuert haben.
Für die AmmerGäu-Mädels glänzten heute auf dem Spielfeld:
Lovis Hahn, Frida Wüstenhöfer, Finja Herwanger, Merle Weik, Liara Toth, Hanna Mayer, Nora Feihl, Amira Greschner, Greta Ott, Hannah Tomaschko, Antonia Luz, Elli Ziesemer, Leonie Daiminger, Rosalie Pfretzschner



